Those were the daze...

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Prolog
Zu einer Zeit, da die Erfahrenen noch unerfahren und die Jungen noch jünger waren, trug es sich zu, dass einige Menschen in trauter Runde zusammenkamen und folgende Worte sprachen: „Mia kannt ma eigentlich a Bänd gründn…“ – „Ja…“
So ward es also beschlossen. Doch die Straße zu Ruhm und Reichtum sollte nicht frei von Hindernissen sein. Genau genommen stolperten sie von Schlagloch zu Schlagloch auf dem breiten Weg (Broadway) des Showgeschäfts.

Kapitel 1
Das ging schon bei den grundlegendsten Dingen los, denn wer hätte gedacht, dass man für eine Band Musiker, Instrumente und Talent braucht. Wir fingen also mit zwei Gitarren, ebenso vielen Sängerinnen und einer Hohes C Flasche an. Bei der ersten „Probe“ (dieser Ausdruck soll hier aus Ermangelung eines besseren gebraucht werden) wurde dann recht schnell aus einer Sängerin eine Schlagzeugerin, aus der Flasche eine Flasche mit Rassel und aus einem Bruder der Bass. Die anderen Instrumente waren entweder vorhanden oder mussten besorgt werden. Zum Glück waren viele Menschen bereit uns bei unserem kühnen Vorhaben zu unterstützen. Wir gingen also über LOS, zogen 1000 Euro ein und hatten so unser erstes Startkapital. Das meiste Zeug wurde kurzerhand bei e-bay ersteigert und sofort wieder von langen Fingern beim Transport entwendet, aber letztendlich hatten wir doch alles beisammen. „Bandprob“ war gegründet. In dieser Besetzung spielten wir nach acht Wochen unseren ersten Auftritt im heimischen Ambiente des Jugendtreffs cLAb. Unser Repertoire beschränkte sich damals auf nur acht Songs, was uns aber nicht davon abhielt eine volle Stunde auf der Bühne zu stehen. Damals… An diesem 30.04.2004 begann unsere Karriere.

Kapitel 2
So sollten also zwei Jahre ins Land ziehen. Zwei Jahre in denen wir unserem Namen alle Ehre machten. – Leider auch auf der Bühne. Trotzdem fanden wir immer wieder nette Menschen, die bereit waren uns zu engagieren, oder Menschen, die leichtgläubig genug waren, sich zu dieser Tat überreden zu lassen. Manchmal buchten wir uns sogar selber. Immer getreu unserem Motto: „Die tun nix, die wollen nur spielen…“ Wir hatten Publikumszahlen von 3 bis 300 Personen, die uns sogar überwiegend gleichzeitig ihr Gehör geliehen haben. (Sollte jemand sein absolutes Gehör vermissen, melde er sich bitte bei uns.) Zu unseren Brötchengebern zählten Jugendtreffs, Schulen, Kneipen und ja sogar der Vogelstadl war dabei. Doch große Veränderungen standen ins Haus. Zuerst wurde Lisa in den Kreis des Vertrauens aufgenommen. Sie absolvierte die wahrscheinlich kürzeste Probezeit der Geschichte und war von nun an unsere Keyboarderin. Als nächstes musste uns Tobi, unser Bassist, leider aus Zeitgründen verlassen. Der „Neue“ war in unserem Fall der Mann, den sie Grilli nannten. Zwar ging er anfangs davon aus, nur die Vertretung zu sein, was ihm aber nicht viel half, als wir ihn letztendlich zwangsverpflichteten. Zum Schluss mussten wir noch einen schmerzlichen Verlust hinnehmen. Vanessa unsere Sängerin wurde vom Leben nach Regensburg verschlagen, was das Proben nachhaltig beeinträchtigte.

Kapitel 3
Die Band machte weiter. Sie trotzte allen Widrigkeiten, stellte sich den Veränderungen und es funktionierte. Es war das Selbe in grün, the same but different, aber einfach nicht mehr Bandprob… Ein neuer Name musste her. Es folgte eine lange Beratungszeit. Unter tausenden von Vorschlägen, die einen konstanten Qualitätsanspruch aufweisen konnten – konstant niedrig – waren auch einige statistische Ausreißer dabei. Leider mussten wir an diesem Punkt feststellen, dass alle guten Namen schon vergeben waren. So schieden also Kandidaten wie „Beagles“, „Feedback“ oder „Rolling Stones“ aus. Was blieb, war „the daze“! Ein Name, der gerechtfertigt erscheint, da wir auch ab und zu etwas benommen sind – speziell nach den Auftritten ;-) Und so bauten wir uns einen neuen Ruf als neue Band mit alten Gesichtern auf.

Epilog
Das, lieber Leser war die Mähr der Band „the daze“. Wenn sie Euer Wohlgefallen gefunden hat, so kommet zu einem unserer nächsten Tonalturniere, um sich von der Wahrhaftigkeit der Erzählung zu überzeugen.