Ein kleines Songmärchen...

 

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Mary, das sehr begabt war. Jedermann war glücklich, sie zu sehen, denn ihr fröhliches Gemüt und ihre blitzenden Augen konnten keinen kalt lassen. Und darauf war Mary auch zu Recht sehr stolz, weswegen man sie auch kurz nur PROUD MARY nannte, und alle wussten wer gemeint war.
Eines Tages zog Mary aus, es müsste 74/75 gewesen sein, um die große weite Welt zu bestaunen. Das Geld dafür hatte sie in den Fußgängerzonen der umliegenden Orte mit ihrer glockenklaren Stimme verdient. Wobei sie aber eigentlich immer nur zwei Lieder präsentierte. Das erste war ein Volkslied und SONG 2 eine selbst komponierte Melodie.

Auf ihrem endlos anmutenden Marsch stand sie plötzlich vor einem Schild mit der Aufschrift „Hölle“. Sollte dies der falsche Weg gewesen sein, sollte schon hier die Reise unserer lieben Mary zu Ende gehen? Tränen überströmt flehte sie Gott um Hilfe an: „Oh Gott, jetzt bin ich schon so lange unterwegs, ich glaub’, I’M GONNA BE 500 MILES, und nun steh’ ich direkt auf dem HIGHWAY TO HELL! Steh’ mir bei, Herr!“ Und da der Himmelsfürst seine treue Magd, die noch dazu Namensvetterin der Mutter seines Sohnes war, nicht im Stich lassen konnte, schickte er sieben ANGELS, die Mary in eine Stadt namens CALIFORNIA brachten. Da es schon spät war, suchte sie ein Wirtshaus, um dort zu übernachten. Ihre erste Anlaufstelle der Herbergssuche war im Nobelviertel, woraufhin sie schon bald einsehen musste, dass sich in dieser SCHICKERIA keine Bleibe finden würde. Ihr zweiter Versuch zeigte ihr das andere Extrem Californias. So stellte sich schnell heraus, dass sie sich ein sehr verrufenes Obdach gesucht hatte; doch mit ihrer guten Laune zog sie sogleich alle Blicke auf sich.

"Hey, das ist ja mal `n HONKY TONK WOMAN", hörte man aus der Ecke einen jungen Mann rufen. Und tatsächlich war auch jener Kerl unbeschreiblich hübsch, man könnte fast sagen the world's most HANDSOME MAN. Er stellte sich höflichst als ein gewisser MR JONES vor und sprach sogleich von Liebe auf den ersten Blick:" Ach Mary, sei du mein BROWN EYED GIRL! Nie dachte ich, Eine für mich zu finden, doch jetzt glaub' ich's. I'M A BELIEVER!!! Also lass uns nicht lange um den heißen Brei herumreden, BE MY BABY!", rief er in den sternenklaren Nachthimmel hinaus.
Als der Wirt auf die Sperrstunde verwies und laut „CLOSING TIME“ in die Menge brüllte, warnten ihn jedoch seine Freunde: "Bist wohl eher ein DAYDREAM BELIEVER! So ein schönes Mädchen und du denkst, sie wird dir treu sein? Das ist doch sicher 'ne BITCH! Erinnere dich, wie war's im SUMMER OF'69, als du auch die große Liebe gefunden hast, mit der zu SURFIN' in USA warst, und die dann später mit einem POSTMAN durchgebrannt ist. Wart nur ab, die bricht dir doch nur das Herz; ich werd’s dir beweisen. WHEN I COME AROUND, wird sie auch mich anhimmeln! "
" Nein, nein, sie ist anders", entgegnete er, "ich bin überzeugt, sie ist es, die ich suche und wenn nicht, dann können wir noch immer FREUNDE BLEIBEN. Trotzdem bin ich mir sicher: I WANT TO HOLD YOUR HAND, MY GIRL!", sprach er währenddessen er sich zu ihr umdrehte.

Doch, sie war verschwunden. Und in die Misstöne seiner Freunde zog sich der Himmel zu und schwere Regenwolken hingen im Nachthimmel.
Da hörte er einen Schrei: "HELP!" tönte es aus dem nahe gelegenen Wald. „Mensch, warum regnet’s gerade jetzt so stark. HAVE YOU EVER SEEN THE RAIN wie diesen?“, rief er im Lauf seinen Kumpanen zu. „Nie im Leben“, meinte der eine, “aber als ich den BAD MOON RISING gesehen habe, ahnte ich schon so etwas. Ob das noch mal aufhört? Oh Gott, WHO’LL STOP THE RAIN?“. „Seit ich hier bin, schüttet es jeden zweiten Tag und dabei dacht’ ich immer, IT NEVER RAINS IN SOUTHERN CALIFORNIA! Da lob’ ich mir meine gute alte Heimat, ja ja, SWEET HOME ALABAMA!“

Im Wald angekommen fand Mr Jones Mary gebeugt über eine andere junge Frau. Mary weinte und konnte es kaum fassen. "HEY JUDE", winselte sie "lass mich nicht allein! Sag’ doch etwas, NUR EIN WORT!" Wie Mr Jones nachher erfuhr, handelte es sich um eine langjährige Freundin, der Mary sehr verbunden war, denn Jude hatte sich entschieden gegen Tierversuche in Südostasien eingesetzt. Während sich Mr Jones mit seinen Kumpanen beraten hatte, hatte Mary ein Gekreische von der Lichtung vernommen, war dorthin geeilt und hatte Jude am Boden liegend erkannt. Sie hatte nur noch berichten können, was vorgefallen war. Sie war einem Tierfänger auf den Fersen gewesen und als sie ihn zur Rede gestellt hatte, hatte dieser mit einer großen Dose Hundefutter auf sie eingeschlagen. Als Beschreibung konnte sie nur mehr mitteilen, er hätte wie ein bösartiger ZOMBIE ausgesehen.

„Was ist das für ein Pfeil, der in ihrem Arm steckt?“ wollte Jones wissen. „Das ist kein Pfeil, sondern so ein Stab für Hexer, ein WONDERWALL! Da steht was geschrieben, hm, NARCOTIC, also ein Betäubungsmittel. Dann musste sie zumindest nicht sehr leiden!“, beruhigte sich die schluchzende Mary, die mit Nachnamen Sloopy hieß. Doch Jones konnte sich damit nicht abfinden: “Da fällt mir nur einer ein, der das gewesen sein könnte. Ein Mann, der Alligatoren und alle sonstigen Kriechtiere verzaubert und mit ihnen rituelle Tänze zu fetziger Musik veranstaltet. Er nennt es dann immer CROCODILE ROCK. Ein Mann, der vor Arg und Bosheit nur so strotzt, es ist kein Geringerer als der berühmt-berüchtigte BAD LEROY BROWN! Um ihn zu besiegen, wird es nötig sein, meine Freunde zu benachrichtigen. Hey C’MON EVERYBODY!“
„Gut kombiniert, du kleines Würstchen!“, drohte ihm jener MR BROWN, während er just in dem Moment aus einem Gebüsch sprang. Brown zog ein Messer und ging damit auf Jones und seine junge Begleiterin los. Beide wussten, dass sie keine Chance gegen ein kampferprobtes Schlitzohr wie Brown haben würden. Die Lage erschien aussichtslos!

Doch da, ein Silberstreif am Horizont! Jones’ Freunde kamen angeritten und ehe sich der Gangster versah, saß Jones schon auf einem prächtigen Rappen und ergriff mit den Worten „Halt dich fest, Mary! HANG ON SLOOPY!“ deren zarte Hand.

Nachdem Mr Jones seine Mary an einen sicheren Ort gebracht und wieder etwas beruhigt hatte, meinte er:" Sei nicht traurig. Wahrscheinlich ist Jude jetzt KNOCKIN' ON HEAVEN'S DOOR! Mary, lass uns ein DENKMAL für sie bauen, sodass alle Leute EIGHT DAYS A WEEK sehen, was sie für den Tierschutz getan hat."
Gesagt, getan. Daraufhin wurde auch Mary wieder glücklich und beide wussten, dass sie unausweichlich zusammengehörten. "Nun muss ich echt sagen I FEEL FINE again!“, strahlte sie ihn an, “Ich hab wirklich den JOKER mit dir gezogen!“

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben (oder proben *g*) sie noch heute!